Kategorie: Gemeinde Umkirch

  • Betreuer/innen gesucht – Internationale Jugendbegegnung in Breisach vom 1.–8. August 2026

    Betreuer/innen gesucht – Internationale Jugendbegegnung in Breisach vom 1.–8. August 2026

    Du hast Freude an der Arbeit mit Jugendlichen und Interesse an Europa, Sport und interkulturellem Austausch? Dann mach mit!

    Für eine internationale Jugendbegegnung unter dem Motto „Europa bewegt – Sport verbindet“ sucht die Gemeinde engagierte Betreuer/innen für den Zeitraum 1.–8. August 2026.

    Gemeinsam mit einem internationalen Team betreust du Jugendliche im Alter von 13–16 Jahren aus Deutschland, Frankreich und Spanien. Die Begegnung findet in der Jugendherberge Breisach statt. Die Vergütung erfolgt auf Minijob-Basis.

    Das solltest du mitbringen:

    • Freude und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Jugendlichen
    • Teamfähigkeit und Offenheit gegenüber anderen Kulturen
    • Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung von Sport- und Freizeitangeboten
    • Volljährigkeit (mind. 18 Jahre)
    • Erfahrung in der Jugendarbeit ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung

    Kontakt:
    Personal- und Organisationsmanagement der Gemeinde
    Frau Jana Schirnhofer
    E-Mail: PABewerbung@umkirch.de
    Telefon: 07665 50512


    Quelle: Amtliche Bekanntmachung der Gemeinde Umkirch, Amtsblatt vom 06.02.2026

  • Frauennachttaxi Umkirch startet zum 1. Januar 2026

    Frauennachttaxi Umkirch startet zum 1. Januar 2026

    Die Gemeinde Umkirch führt zum 1. Januar 2026 in Kooperation mit der Freiburger Verkehrs AG das Frauennachttaxi Umkirch ein. Das Angebot orientiert sich am bewährten Freiburger Modell und soll Frauen in den späten Nachtstunden eine sichere und verlässliche Heimfahrt ermöglichen. Der Fahrservice kann von Frauen ab 16 Jahren mit Wohnsitz in Umkirch genutzt werden. Die Nutzung ist ausschließlich ohne männliche Begleitung möglich. Das Frauennachttaxi steht täglich in der Zeit von 23:00 bis 05:00 Uhr zur Verfügung.

    Das Beförderungsgebiet umfasst Fahrten innerhalb der Gemarkung Umkirch sowie Fahrten aus Freiburg (innerhalb des Innenstadtrings) nach Umkirch. Fahrten aus anderen Gemeinden sind ausgeschlossen. Die Zieladresse ist bei der Buchung anzugeben.

    Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit der Nutzerinnen: Die Beförderung erfolgt bis direkt vor die Haustür. Das Fahrpersonal hält Sichtkontakt, bis die Nutzerin das Wohnhaus sicher betreten hat.

    Der Fahrpreis beträgt pauschal 15,00 Euro pro Fahrt. Für Schülerinnen, Studentinnen, Auszubildende sowie Bürgergeldempfängerinnen gilt ein ermäßigter Preis von 10,00 Euro. Ein entsprechender Nachweis ist vorzulegen. Sammelfahrten mit mehreren Nutzerinnen sind möglich, der Fahrpreis bleibt dabei unverändert.

    Die Bestellung erfolgt unter dem Stichwort „Frauennachttaxi Umkirch“ bei einem der folgenden Taxiunternehmen:

    Die Gemeinde Umkirch setzt mit dem Frauennachttaxi ein klares Zeichen für Sicherheit, Vertrauen und Verlässlichkeit – Tag für Tag, auch nachts.

    Ihre Gemeindeverwaltung Umkirch


    Quelle: umkirch.de

  • Aus den Gemeinderatssitzungen (Haushaltsberatungen) vom Montag, 15. Dezember und Dienstag, 16. Dezember 2025

    Aus den Gemeinderatssitzungen (Haushaltsberatungen) vom Montag, 15. Dezember und Dienstag, 16. Dezember 2025

    Bürgersaal Umkirch, Beginn jeweils um 18.30 Uhr

    Teilnehmer: am Montag 13 (von 14) Mitglieder des gewählten Ratsgremiums; am Dienstag ebenso 13 Ratsmitglieder, Sitzungsleitung: Bürgermeister Walter Laub

    Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 03. Dezember 2025 durch Bürgermeister Laub

    In seiner nichtöffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat folgende Beschlüsse getroffen:

    Neuorganisation der Team-Leitung Bereitschaft – die Aufgaben der Team-Leitung „Bereitschaft“, die abends und an den Wochenenden die Koordination der Rufbereitschaft für die Gemeinde innehat, werden in der vorliegenden Form neu festgelegt: Ab dem 01. Januar 2026 wird für die Funktion der Team-Leitung „Bereitschaft“ eine übertarifliche, widerrufliche Funktionszulage gewährt. Die Zulage wird jährlich im Rahmen der Haushalts- und Stellenplan-Beratung überprüft und ist jederzeit widerruflich. Die erforderlichen Haushaltsmittel werden im Haushaltsjahr 2026 bereitgestellt.

    Ehrungen Neujahrsempfang – der Gemeinderat hat die Ehrungen für den Neujahrsempfang 2026, der am 16. Januar 2026 stattfindet, beschlossen.

    Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 15. Dezember durch Bürgermeister Laub

    In dieser Sitzung hat der Rat beschlossen, dass der Stellenplan der Gemeinde für das Haushaltsjahr 2026 in der vorliegenden Fassung in den Haushaltsplan für 2026 übernommen wird.

    Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 2026 – Beratung und Beschlussfassung:

    Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für das kommende Rechnungsjahr 2026 wurde nach intensiven Beratungen an zwei Sitzungsabenden einstimmig beschlossen. Die Einführung in die Thematik gab Bürgermeister Laub, später erläuterte Rechnungsamtsleiter Markus Speck die Details des umfangreichen Zahlenwerks.

    Die Kernaussagen des Haushaltsentwurfs 2026 sind laut Bürgermeister Laub: „Der Haushaltsentwurf lässt erwarten, dass im Ergebnishaushalt der Jahre 2026 und 2027 hohe Fehlbeträge ausgewiesen werden müssen“. Dies sind minus 4,8 Millionen Euro im Jahr 2026 und weitere 2,8 Millionen Euro Defizit im Folgejahr. Hierbei machen 2026 allein die FAG- und Kreisumlage Ausgaben von rund 7,6 Millionen Euro aus. Da der Kreistag die Kreisumlage nicht so stark erhöht hat wie erwartet, verringert sich dieser Kostenpunkt um etwa 180.000 Euro. „Ein weiterer großer Kostenpunkt sind die Personalaufwendungen mit rund 7,2 Millionen Euro. Dazu kommen noch rund eine Million Euro für Gebäude und Grundstücke, 240.000 Euro für die Straßensanierung und zirka 100.000 Euro für die Kanäle“. Der Bürgermeister hofft außerdem, dass die Gewerbesteuer auf dem hoch veranschlagten nsatz von sechs Millionen Euro bleibt.

    Der größte Ausgabenblock auf Seiten der Investitionen sind im kommenden Jahr der Feuerwehrneubau mit 5,6 Millionen Euro, dazu kommen noch eine Million Euro für Grunderwerb, 795.000 Euro für die Umgestaltung des Schulhofs, 1,1 Millionen Euro für die Renaturierung des Mühlbaches, 400.000 Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen und 145.000 Euro für den Fußball-Kunstrasenplatz. „Um diese Investitionen finanzieren zu können, wird die Gemeinde insgesamt acht Millionen Euro an Kreditaufnahmen im Haushalt vorsehen, hiervon wären eine Million Euro als Mitnahme aus 2025 sowie weitere neu veranschlagte sieben Millionen Euro“.

    Der vorgelegte Haushalt ist laut Finanzverwaltung genehmigungsfähig, auch wenn das Defizit im Ergebnishaushalt sehr hoch ist. Dies liegt daran, dass die Gemeinde das negative Ergebnis mit Gewinnrücklagen aus Vorjahren verrechnen kann und dazu auch genügend liquide Mittel zur Verfügung hat.

    Die aktuelle Verschuldung der Gemeinde liegt, nicht zuletzt dank der sparsamen Haushaltspolitik des Gemeinderates, bei lediglich rund 467.000 Euro. Dies, so ist Bürgermeister Laub überzeugt, gibt der Gemeinde nun den jetzt erforderlichen Spielraum.

    Die Details erläuterte im Anschluss Rechnungsamtsleiter Markus Speck. Demnach hat Umkirch laut amtlicher Fortschreibung aktuell 5.740 Einwohner und besitzt knapp 872 Hektar Gemeindefläche. Die Einzahlungen im Ergebnishaushalt 2026 betragen laut Plan gut 18 Millionen Euro, die Auszahlungen im Ergebnishaushalt liegen wiederum bei rund 22,9 Millionen Euro, das bedeutet im Ergebnis ein Minus von knapp 4,9 Millionen Euro. Kämmerer Speck erklärte zum Haushalt: „Der vorliegende Entwurf spiegelt die aktuelle Lage aller Kommunen und Städte in Deutschland wider. So ähneln sich fast alle Berichte bei den jeweiligen Haushaltseinbringungen: steigende Kosten (insbesondere Kita und Ganztagsschule, höhere Belastung durch höhere Kreisumlagesätze) und zurückgehende Einnahmen“. Die meisten Kommunen rechneten in Zukunft mit defizitären Haushalten. Die Rufe nach Entlastung durch Bund und oder Land werden immer lauter. Aber auch eigene „Aufgabenkritik“ werde auf der Tagesordnung stehen. „Vieles „liebgewonnene“, was nicht in den Pflichtaufgabenbereich fällt, wird hinterfragt werden müssen. Der Begriff „Haushaltskonsolidierung“ kommt nun bei fast allen Gemeinden an. In Umkirch ist man noch in der komfortablen Lage, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Aber der Spielraum für weitere Investitionen wird enger. Alternative Finanzierungsmittel (außer Kredite) müssen diskutiert werden, um nicht von der Zins- und Tilgungslast erdrückt zu werden. Auch die Folgekostendiskussion bleibt nicht aus, da die Investitionen nur die eine Seite der Medaille sind, auch die Unterhaltungskosten und Abschreibungen der neuen Investitionen müssen erwirtschaftet werden und belasten zusätzlich die künftigen Haushalte“.

    Wie in Umkirch seit vielen Jahren gelebte Praxis, wurden auch in den aktuellen Haushaltsberatungen die größten Einzelvorhaben im Detail von den jeweiligen Amtsleitern und dem Bürgermeister vorgestellt, anschließend im Ratsgremium beraten und letztlich einzeln darüber abgestimmt.

    Ergebnishaushalt

    Im Ergebnishaushalt wurden folgende Vorhaben (sofern nicht anders gekennzeichnet) einstimmig beschlossen:

    Gebäudeunterhalt Rathaus 30.000 Euro, Gebäudeunterhalt Kultur- und Vereinshaus 15.000 Euro, Gebäudeunterhalt Grundschule (Altbau) / Mittelmitnahme 89.000 Euro, Schulhof Kanalsanierung Weg / Mittelmitnahme 90.000 Euro, KiTa Außengruppen 35.000 Euro.

    Kulturpflege Förderung Ehrenamt Zuschuss 20.000 Euro, Beschluss: 9 dafür, 5 dagegen; Frauennacht-Taxi 12.000 Euro, Beschluss: 7 dafür, 6 dagegen, 1 Enthaltung.

    Gebäude Juze 21.000 Euro, Gebäude KiTa / Mittelmitnahme 91.000 Euro, Turn- u. Festhalle / Mittelmitnahme 37.000 Euro, Rückbau Aquafit / Mittelmitnahme 295.000 Euro, Stadtentwicklung Bebauungspläne 110.000 Euro, Stadtentwicklung Beratung Dietenbach 30.000 Euro, Unterhalt Niederschlagswasserkanäle / Mittelmitnahme 79.000 Euro, Unterhalt Schmutzwasserkanäle 23.000 Euro, Straßenunterhaltung / Mittelmitnahme 240.000 Euro, MobilitätsKonzept 41.000 Euro, Gewässerschutz / Bau 35.000 Euro.

    Kirchfriedhof 37.000 Euro, Beschluss: 13 dafür, 1 Enthaltung; Schlossfriedhof 37.000 €, Beschluss: einstimmig; Umweltschutz Klima kommunale Wärmeplanung 20.000 Euro, Beschluss: 13 dafür, 1 dagegen.

    Finanzhaushalt

    Die vorgesehenen Investitionen (abgebildet im Finanzhaushalt) wurden, sofern nicht anders gekennzeichnet, ebenfalls einstimmig beschlossen:

    Ersatzbeschaffung EDV 20.000 Euro, Ersatzbeschaffungen Rathaus pauschal 25.000 Euro, Ersatzbeschaffungen Bauhof 24.000 Euro, Grundstückskäufe eine Million Euro, Beschaffungen Feuerwehr 19.000 Euro, Neubau Feuerwehrgerätehaus 5.6 Millionen Euro / abzüglich Förderung von 535.000 Euro, Anschaffung Feuerwehr-Fahrzeug LF 10 / Mittelmitnahme 320.000 / abzüglich Förderung von 96.000 Euro, Umgestaltung Schulhof / Mittelmitnahme 795.000 Euro / abzüglich Förderung von 267.000 Euro, Zentralisierung Netzwerktechnik / Mittelmitnahme 25.000 Euro, Erweiterung Grundschule / Mittelmitnahme 270.000 € / abzüglich Förderung von 934.000 Euro, Unterbringung Flüchtlinge 400.000 Euro.
    Vorplatz Neu Gebäude Juze / Mittelmitnahme 87.000 Euro, Beschluss: 13 dafür, 1 dagegen.

    Neubau Bistro Anteil KiTa / Mittelmitnahme 129.000 Euro, Planungskosten neue KiTa Heger-Areal 25.000 Euro, Neubau Pumptrack / Mittelmitnahme 25.000 Euro, Fußball-Kunstrasenplatz von 145.000 Euro auf 250.000 Euro erhöht, Prüfung Kanäle Waltershofer Straße SW/NW / Mittelmitnahme 20.000 Euro, Regenwasserkanal 200.000 Euro, Erweiterung Straßenbeleuchtung 35.000 Euro.

    Neubau Brücken / Mittelmitnahme 160.000 Euro, Beschluss: 12 dafür, 2 dagegen; Neubau Bushaltestelle MAN / Mittelmitnahme 90.000 Euro – wird gestrichen, Beschluss: 13 für die Streichung, 1 Enthaltung.

    Anschaffung Ruhebänke inklusive neuer Mülleimer 16.000 Euro, Trinkbrunnen Mittelmitnahme 20.000 Euro, Renaturierung Mühlbach 1.1 Millionen Euro / abzüglich Förderung von 926.000 Euro. Kirchfriedhof nur 35.000 Euro statt 74.000 Euro, Beschluss: 12 dafür, 2 Enthaltungen.

    Von den Ratsfraktionen ging ein Antrag zum Haushalt 2026 ein:
    die FWVU – Fraktion stellte den Antrag für die Einrichtung von Aufenthaltsorten für Jugendliche in Höhe von 15.000 Euro, die schon für den Haushalt 2025 beantragt worden waren. Ziel war es, bis zu zwei Container für Jugendliche an unterschiedlichen Orten aufzustellen, die wetterfest und sicher gegen Vandalismus sind. Es wurde sich für 2025 auf einen Container geeinigt, die dafür gedachten Mittel wurden aber nicht abgerufen. Deshalb stellte die FWVU den erneuten Antrag für die Aufstellung eines Containers – letztlich erfolgte ein ablehnender Beschluss: 5 dafür, 9 dagegen.

    In der zweiten Beratungssitzung am 16. Dezember stellte Rechnungsamtsleiter Speck die nach Beratung und Beschlussfassung vom Vortag vorgenommenen Änderungen am Haushaltsentwurf vor. Demnach blieben die ordentlichen Einzahlungen im Ergebnishaushalt bei rund 18 Millionen Euro, die Auszahlungen sinken jedoch durch die vorgenommenen Kürzungen und Streichungen auf gut 22,7 Millionen Euro, das zu erwartende Defizit sinkt damit auf rund 4,68 Millionen Euro. Dadurch wird der Haushalt 2026 im Ergebnis um gut 188.000 Euro entlastet, die sich auch positiv auf die mittelfristige Finanzplanung auswirkt.

    Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden

    Im Anschluss äußerten sich die Sprecher der Gemeinderatsfraktionen zur aktuellen Haushaltssituation. Die Statements wurden wie folgt zusammengefasst:

    Malte Wangerin (UBU)

    In seiner Haushaltsrede machte Malte Wangerin deutlich, dass die Haushaltsberatungen nicht ausschließlich finanzielle Kennzahlen betreffen, sondern unmittelbare Auswirkungen auf das Leben in der Gemeinde Umkirch haben. Er verwies auf die derzeit sehr begrenzten finanziellen Spielräume, die durch steigende Kosten, begrenzte Einnahmen und zahlreiche Pflichtaufgaben zusätzlich unter Druck stehen. Trotz dieser Rahmenbedingungen betonte er die Notwendigkeit, weiterhin in die Zukunft der Gemeinde zu investieren.

    Mit dem Abbruch des Schwimmbads verliere Umkirch einen zentralen Ort für sportliche Aktivitäten und Begegnung. Als Ausgleich solle im Rahmen des Sportstättenkonzepts eine erneuerte und moderne Sportstätte entstehen. Die bestehende Sporthalle sei zu klein und zu niedrig für Sportarten wie Volleyball, Basketball oder Tischtennis und zudem aufgrund der hohen Auslastung an ihrer Kapazitätsgrenze. Auch im Bereich Fußball seien die Trainingsbedingungen im Vergleich zu den Nachbargemeinden schlechter, da ein Kunstrasenplatz fehle. Dies habe bereits dazu geführt, dass Jugendspieler zu anderen Vereinen abwandern. Neben der sportlichen Infrastruktur fehle es zudem an einem zentralen Treffpunkt für Freizeit und gemeinschaftliches Miteinander.

    Positiv hob Wangerin den nahezu abgeschlossenen Neubau des Feuerwehrhauses hervor. Die Planung und Umsetzung der neuen Sportstätte bezeichnete er als nächste große Herausforderung, die die Gemeinde voraussichtlich über mehrere Jahre hinweg beschäftigen werde. Dieser Maßnahme solle – neben den Pflichtaufgaben – eine hohe Priorität eingeräumt werden. Zuversichtlich äußerte er sich mit Blick auf die anstehenden Fördermöglichkeiten. Ziel sei es, eine moderne und zukunftsfähige Sportinfrastruktur für Umkirch zu schaffen.

    Abschließend dankte Wangerin Herrn Laub für die konstruktive Zusammenarbeit und äußerte die Hoffnung, gemeinsam die ersten Schritte im Sportstättenkonzept gehen zu können. Zudem sprach er der Gemeindeverwaltung sowie den Mitgliedern des Gemeinderats seinen Dank für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2025 aus.

    Gabriel Tröscher (CDU)

    Gabriel Tröscher stellte in seiner Haushaltsrede den Fokus der CDU auf das Wesentliche in den Mittelpunkt. Die Fraktion folge dem Grundsatz eines verantwortungsvollen und vorausschauenden Umgangs mit den finanziellen Mitteln. Es werde nicht zwanghaft gespart, sondern gezielt investiert, um die Lebensqualität in Umkirch zu verbessern. In den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur und Bildung mache die CDU/CSU keine Kompromisse, während bei allen weiteren Ausgaben streng geprüft werde, ob sie notwendig und wesentlich seien.
    Als besonders wichtige Projekte nannte Tröscher die zügige Umsetzung des Sportstättenkonzepts sowie den Erwerb des Pfarrgebäudes. Diese Vorhaben seien für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde von großer Bedeutung und hätten zugleich einen hohen emotionalen Stellenwert. Um sie realisieren zu können, sei es jedoch erforderlich, an anderer Stelle Einsparungen vorzunehmen und sich an die aktuelle finanzielle Lage anzupassen. Ziel bleibe es, gemeinsam tragfähige und verantwortungsvolle Entscheidungen für Umkirch zu treffen.

    Der Abend der Haushaltsberatungen sei von einer konstruktiven und engagierten Atmosphäre geprägt gewesen. Tröscher sah darin einen positiven neuen Geist sowohl im Gemeinderat als auch in der Gemeindeverwaltung. Entscheidungen würden regelmäßig hinterfragt und weiterentwickelt, wobei Sachlichkeit und Emotion in einem ausgewogenen Verhältnis stünden. Dabei seien viele gute, wenn auch teilweise schwierige Entscheidungen getroffen worden.

    Abschließend blickte Tröscher positiv auf das Jahr 2025 zurück. Die Arbeit des Gemeinderats sei nah an den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen und den Gewerbebetrieben ausgerichtet. Trotz bestehender Verbesserungsmöglichkeiten sei bereits vieles richtig umgesetzt worden. Er dankte der Gemeindeverwaltung, dem Bürgermeister, den Amtsleitern, den Mitgliedern des Gemeinderats sowie den Bürgerinnen und Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen und die geäußerte Kritik.

    Wolfgang Risch (FWVU)

    Wolfgang Risch schloss die Haushaltsreden mit einem kurzen Beitrag ab. Er bedankte sich im Namen der VWVU für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und richtete seinen Dank an den Bürgermeister, die Gemeindeverwaltung und an die Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat.

    Dank von Bürgermeister Walter Laub

    Bürgermeister Walter Laub bedankte sich beim Gemeinderat für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Die Haushaltsberatungen seien aus seiner Sicht in einer konstruktiven und angenehmen Atmosphäre verlaufen. Er zeigte sich zufrieden über den Ablauf der Beratungen und hob die sachliche und engagierte Zusammenarbeit im Gremium hervor. Mit Blick auf die kommenden Monate verwies Bürgermeister Laub auf weitere anstehende Aufgaben. Dazu zähle unter anderem das Förderprogramm für die geplanten Sportstätten. Sofern die Rahmenbedingungen erfüllt werden und der Zeitplan eingehalten werden könne, sei vorgesehen, im Jahr 2026 mit der Planung des Kunstrasenplatzes zu beginnen. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Laub ausdrücklich bei den Mitgliedern des Gemeinderats für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

    Abschließend folgte der einstimmige Beschluss der vorgelegten Haushaltssatzung mit Haushaltsplan für das Jahr 2026.


    Quelle: Amtliche Bekanntmachung der Gemeinde Umkirch, Amtsblatt vom 19. Dezember 2025
    Titelfoto: Andreas Schwarzkopf, CC BY-SA 3.0

  • Aus der Gemeinderatssitzung vom Mittwoch, 12. November 2025 um 18:30 Uhr im Bürgersaal

    Aus der Gemeinderatssitzung vom Mittwoch, 12. November 2025 um 18:30 Uhr im Bürgersaal

    Teilnehmer: 13 von 14 Mitgliedern des gewählten Ratsgremiums; Sitzungsleitung: Bürgermeister Walter Laub

    Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober 2025

    Grunderwerb

    Der Gemeinderat beschloss einstimmig, ein Grundstück mit 1.760 Quadratmetern Fläche und ein weiteres mit einer Fläche von 2.577 Quadratmetern zu einem festgelegten Quadratmeterpreis zu erwerben. Bürgermeister Laub wurde vom Gemeinderat ermächtigt, alle hierfür erforderlichen Erklärungen abzugeben und entsprechende Verträge abzuschließen.

    Vollstreckungs- und Beitreibungs-Fälle der Gemeinde

    Der Gemeinderat stimmte einer befristeten Niederschlagung von Forderungen aus einem laufenden Insolvenzverfahren zu. Der Gemeinderat stimmte einer unbefristeten Niederschlagung nach Beendigung der Insolvenzverfahren zu. Der Gemeinderat stimmte einer beantragten Ratenzahlung zu. Die Beschlüsse erfolgten einstimmig.

    Einführung eines Frauennachttaxis

    In Kooperation mit der Freiburger Verkehrs AG (VAG) soll das in Freiburg erfolgreiche Frauennachttaxi künftig auch nach Umkirch fahren. Die Informationen zum Angebot und zu den Kosten trug im Ratsgremium Maximilian Grasser, stellvertretender Leiter des Unternehmensbereich Angebot und Betrieb der Freiburger Verkehrs AG vor. Das Vorhaben steht noch unter Haushaltsvorbehalt.

    Im Rahmen der Haushaltsberatungen hat die UBU-Fraktion einen Antrag zur Einrichtung eines Frauennachttaxis gestellt. Der Antrag wurde wie folgt begründet: „Die polizeiliche Statistik
    des Bundeskriminalamtes aus dem Jahr 2022 beweist: 58 Prozent aller Frauen meiden bei Dunkelheit den öffentlichen Nahverkehr und bestimmte Plätze und Parks. Das Frauennachttaxi soll allen in Umkirch wohnhaften Frauen von 14 Jahren an die Möglichkeit bieten, nachts unabhängig vom öffentlichen Nahverkehr sicher nach Hause zu kommen. Die Beförderung soll zwischen 22 Uhr bis 6 Uhr gewährleistet sein. Eine Beförderung ist ausschließlich innerhalb des Stadtgebiets von Freiburg nach Umkirch zulässig. Das Ziel muss zudem zwingend eine Wohnadresse in Umkirch sein. Die Taxifahrer/innen müssen nach Ankunft so lange warten, bis die beförderte Person das Haus oder die Wohnung sicher betreten hat. Es soll der Gewaltprävention und dem Schutz im öffentlichen Raum vor Gewalt und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung dienen. Laut Bundeslagebild haben geschlechtsspezifische gegen Frauen gerichtete Straftaten 2023 um mehr als sechs Prozent zugenommen. Mehrere Stimmen aus der Bevölkerung befürworten den Einsatz des Frauenachttaxis“. Mehrheitlich hat der Gemeinderat daraufhin beschlossen, für das Vorhaben einen Haushaltsansatz in Höhe von 12.000 Euro in den Haushalt 2025 einzustellen.

    Aktuell gibt es Nachtbusse („Safer Traffic“) nach Umkirch, betrieben von den Firmen Tuniberg Express und VAG. Jeweils in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag fährt Tuniberg Express um 02:20 Uhr und 03:40 Uhr vom Zentralen Omnibus Bahnhof in Freiburg nach Umkirch. Die VAG bietet zusätzlich eine Fahrt um 04:40 Uhr an. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 1.900 Euro im Jahr.
    Das Frauennachttaxi soll künftig Frauen mit Wohnsitz in Umkirch die Möglichkeit bieten, nachts sicher und ohne Sorgen unterwegs zu sein. Es würde einen wesentlichen Beitrag zur Gewaltprävention leisten und das Sicherheitsgefühl sowie die Lebensqualität in der Gemeinde stärken. Frauen könnten sich in den Abendstunden freier und unbeschwerter bewegen, ohne auf unsichere Verkehrsmittel oder lange Fußwege angewiesen zu sein.

    Basierend auf dem erfolgreichen Freiburger Modell könnte das Frauennachttaxi in Umkirch nach folgendem Konzept organisiert werden:

    • Nutzungsberechtigte: Frauen ab 14 Jahren mit Wohnsitz in Umkirch (ohne männliche Begleitung).
    • Betriebszeiten: Montag bis Sonntag von 23:00 Uhr bis 05:00 Uhr (analog zum Freiburger Modell).
    • Beförderungsgebiet: Fahrten sind innerhalb der Umkircher Gemarkung sowie von Freiburg nach Umkirch möglich, dazu kommt die Begrenzung des Abfahrtsorts auf einen Innenstadt-Radius in Freiburg, um zu lange und kostenintensive Fahrten auszuschließen. Die zulässigen Abholorte liegen innerhalb des inneren Rings von Freiburg, bestehend aus Bismarckallee, Friedrichring, Schlossbergring und der angrenzenden B31A. Fahrten aus anderen umliegenden Gemeinden nach Umkirch sind analog dem Freiburger Modell ausgeschlossen, da das Hauptzielgebiet für Nutzerinnen das Stadtgebiet von Freiburg ist.
    • Sicherheitsmaßnahmen: Das Fahrpersonal ist verpflichtet, bis zum sicheren Betreten der Wohnung oder des Hauses Sichtkontakt zu halten. Diese Regelung soll vertraglich abgesichert werden.
    • Preisgestaltung: Der Festpreis für eine Fahrt soll 10 Euro betragen. Ein Ermäßigter Fahrpreis von 7 Euro gilt für Schülerinnen, Studentinnen, Auszubildende und Bürgergeldempfängerinnen, ein entsprechender Nachweis ist erforderlich. Die Nutzerinnen quittieren die Fahrt mit ihrer Unterschrift beim Fahrtantritt. Sammelfahrten sind möglich, wenn mehrere Nutzerinnen dasselbe Ziel oder nahe gelegene Zielpunkte in derselben Fahrtrichtung haben; der Preis bleibt unverändert.

    Die Höhe des Eigenanteils sollte von der Gemeinde Umkirch bei Bedarf flexibel angepasst werden können.

    Um eine langfristige und reibungslose Durchführung des Frauennachttaxis sicherzustellen, schlägt die Gemeindeverwaltung vor, das bewährte Freiburger Modell auch auf Umkirch anzuwenden. Die VAG würde die Organisation, einschließlich Buchung, Abrechnung, Abwicklung und Beschwerdemanagement übernehmen. Anfallende Taxikosten würde die VAG quartalsweise an die Gemeinde Umkirch weiterreichen und für die Gesamtkoordination des Angebots eine Aufwandspauschale erhalten, die ebenfalls quartalsweise abgerechnet wird. Durch die Anbindung an das bereits etablierte Freiburger Modell könnte das Frauennachttaxi zum 1. Januar 2026 starten.

    Die Gemeindeverwaltung rechnet mit folgenden finanziellen Auswirkungen: etwa 15.000 Euro jährliche Gesamtkosten auf Basis der Freiburger Erfahrungswerte zuzüglich Verwaltungskostenpauschale der VAG von zehn Prozent der Jahreskosten.

    Nach intensiver Beratung im Ratsgremium wurden die folgenden Anträge gestellt und Beschlüsse gefasst:
    Auf Antrag von GR Wangerin: Der Gemeinderat erhöht den vorgesehenen Festpreis von 10 auf 15 Euro für eine reguläre Fahrt und von 7 auf 10 Euro für eine ermäßigte Fahrt. Der Änderungsantrag erhielt 10 Ja-Stimmen bei 4 Nein-Stimmen.
    Auf Antrag von GR Bölter: Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die vorgesehene Altersgrenze für die Benutzung des Frauennachttaxis von 14 auf 16 Jahre anzuheben. Später stimmte der Gemeinderat mit 10 Ja-Stimmen bei 4 Nein-Stimmen dem Antrag der UBU-Fraktion auf Einführung eines Frauennachttaxis in Kooperation mit der VAG zum nächstmöglichen Zeitpunkt unter Haushaltsvorbehalt zu. Bürgermeister Laub wurde ermächtigt, einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit der VAG abzuschließen, sofern die Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

    Kommunale Wärmeplanung im Konvoi

    Gemeinsam mit den Gemeinden Bötzingen, March, Umkirch, Bahlingen, Eichstetten und Gottenheim erarbeitet die Firma Seite 6 Freitag, 21. November 2025 Umkirch badenovaNETZE ein modernes Konzept für die kommunale Wärmeplanung. Der Sachstand und die Zwischenergebnisse wurden im Ratsgremium durch den Projektleiter Philipp Lotte von der beauftragten Firma badenovaNETZE mit anschließender zustimmender Kenntnisnahme des Gemeinderats vorgestellt.
    Die kommunale Wärmeplanung ist ein Umsetzungsorientierter, strategischer Planungsprozess mit dem Ziel einer Klima-neutralen Wärmeversorgung der Kommunen bis spätestens zum Jahr 2040 herzustellen. Die Kosten für die Erstellung des kommunalen Wärmeplans werden vom Land Baden-Württemberg gefördert.

    Die Landesregierung gibt damit den Kommunen ein Werkzeug an die Hand, um die lokale Wärmewende gemeinsam mit lokalen Partnern, wie zum Beispiel den lokalen Energieversorgern, voranzutreiben. Die sechs Kommunen Bötzingen, March, Umkirch, Eichstetten, Bahlingen und Gottenheim haben beschlossen, die kommunale Wärmeplanung gemeinsam im Konvoi durchzuführen und dafür die Firma badenovaNETZE GmbH in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Smart Geomatics GmbH beauftragt.
    Grundlegende Aufgabenstellung ist die Entwicklung einer Strategie für eine Klima-neutrale Wärmeversorgung der Kommunen bis zum Jahr 2040. Der kommunale Wärmeplan zeigt dafür den aktuellen Stand der Wärmeversorgung sowie verschiedenste Perspektiven der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energiequellen und Abwärme auf. Die anteiligen Kosten der Gemeinde Umkirch im Konvoi belaufen sich auf 16.683 Euro bei einer Förderung von 12.009 Euro.

    Gebührenkalkulation für die zentrale Schmutzwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung 2026 und 2027 in Umkirch und Verabschiedung der zugehörigen Änderungssatzung

    Sachvortrag durch Rechnungsamtsleiter Markus Speck.
    Die aktuelle Gebührenkalkulation mit Stand Oktober 2025 für den Kalkulationszeitraum vom 01. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2027 weist unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus den Vorjahren folgende neuen kostendeckenden Gebührensätze für die Abwasser-Beseitigung aus:

    • Schmutzwassergebühr: 1,55 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser
    • Niederschlagswassergebühr: 0,29 Euro je Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche.

    Dies bedeutet beim Schmutzwasser eine Gebühren-Senkung um 0,08 Euro je Kubikmeter und beim Niederschlagswasser eine Gebühren-Erhöhung um 0,02 Euro je Quadratmeter. Wesentliche Gründe für die Senkung der Schmutzwassergebühren sind die Weitergabe der Gebührenüberschüsse aus Vorjahren, da der Kostenaufwand geringer ausfiel als geplant sowie die zurückgehen den Sanierungskosten in den Folgejahren. Die nun verrechneten Überschüsse sind im Detail bei der Schmutzwasserbeseitigung ein Ausgleich der Kostenüberdeckung des Zeitraumes 2022/23 in Höhe von 417.202,81 Euro und bei der Niederschlagswasserbeseitigung ein Ausgleich der Kostenüberdeckung des Zeitraumes 2022/23 in Höhe von 61.634,88 Euro.

    Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat die vorgelegte Gebührenkalkulation einstimmig.

    Das bedeutet im Detail, dass die Gemeinde Umkirch beabsichtigt, weiterhin Gebühren für öffentliche Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung zu erheben. Die Gemeinde Umkirch wählt als Bemessungsmaßstab für die Schmutzwasserbeseitigung den Frischwassermaßstab. Bemessungsmaßstab für die Niederschlagswasserbeseitigung sind die bebauten und befestigten Grundstücksflächen, die an die Abwasserbeseitigung angeschlossen sind. Bei der Gebührenbemessung wurden die zu erwartenden Kosten und Erlöse im Zeitraum der Jahre 2026/27 berücksichtigt.
    Die Aufteilung der Kosten auf die Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung erfolgt nach den in der Gebührenkalkulation erläuterten Grundsätzen. Zu den ansatzfähigen Kosten in der Gebührenkalkulation gehören nach § 14 Abs. 3 Satz 1 Kommunalabgabengesetz auch die angemessene Verzinsung des Anlagekapitals und eine angemessene Abschreibung. In der Gebührenkalkulation wurde die Verzinsung (gerechnet aus einem Mischzinssatz für Fremdkapital und Eigenkapital) für die Jahre 2026 und 2027 in Höhe von 3,5 Prozent berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Abschreibungen wurden die Anschaffungs- und Herstellungskosten zugrunde gelegt. Für die Entwässerung der öffentlichen Verkehrsflächen wurde in der Gebührenkalkulation für die Abwasserbeseitigung ein Abzug bei den laufenden und kalkulatorischen Kosten sowie den Zuschüssen vorgenommen. Dabei handelt es sich um den so genannten Straßenentwässerungsanteil. Den Gebühren-fähigen Gesamtkosten der öffentlichen Einrichtung, welche in die Gebührenkalkulation eingestellt wurden, wurde ebenfalls zugestimmt. Der Kostendeckungsgrad der Abwassergebühr beträgt 100 Prozent.

    Änderung der Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten

    Sachvortrag durch Hauptamtsleiter Marcus Wieland.

    Nach Paragraf 19 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg haben ehrenamtlich Tätige Anspruch auf Ersatz ihrer Auslagen und ihres Verdienstausfalls beziehungsweise ihres entstandenen Zeitversäumnisses. Die Höhe und Art der Entschädigung sind in einer Entschädigungssatzung festzulegen. Die derzeit gültige Satzung der Gemeinde Umkirch über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit stammt vom 18. Februar 2019. Im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung der Entschädigungsregelungen wurde die Umkircher Satzung mit den aktuellen Entschädigungssätzen der umliegenden Gemeinden verglichen.

    Das Ergebnis zeigt, dass die Umkircher Regelungen insgesamt weiterhin zeitgemäß sind. Anpassungsbedarf aus Sicht der Verwaltung ergibt sich lediglich punktuell. So liegt der Tageshöchstsatz für ehrenamtliche Tätigkeiten mit derzeit 60 Euro leicht unter dem regionalen Durchschnitt. Die Entschädigungssätze für Wahlhelfer/innen sind im Vergleich zu den Nachbarkommunen inzwischen ebenfalls etwas zu niedrig

    Ehrenamtlich Tätige, die keine Gemeinderäte sind:
    Die bisherigen Durchschnittssätze gemäß Paragraf 2 Abs. 2 sehen bei einer zeitlichen Inanspruchnahme von mehr als sechs Stunden bisher einen Tageshöchstsatz von 60 Euro vor. Zur Angleichung an die Nachbarkommunen soll dieser Satz künftig auf 70 Euro erhöht werden. Die übrigen Stufen (bis 3 Stunden und 30 Euro / bis 6 Stunden und 50 Euro) bleiben unverändert.

    Ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen von Wahlen:
    Die Entschädigung für Wahlhelfer/innen wird neu und klar strukturiert geregelt. Künftig werden 70 Euro am Tag für Wahlhelfer/innen bei Bundestags-, Landtags-, und Europawahlen, Volksabstimmungen sowie Bürgermeisterwahlen gezahlt. 80 Euro am Tag werden für Wahlvorsteher/innen und deren Stellvertretungen bei diesen Wahlen angesetzt. Bei Kommunalwahlen sollen aufgrund des höheren zeitlichen Aufwands 80 Euro pro Tag für Wahlhelfer/innen sowie 90 Euro pro Tag für Wahlvorsteher/innen und deren Stellvertretungen gezahlt werden. Mitarbeiter/innen der Gemeindeverwaltung können anstelle der Entschädigung eine entsprechende Anrechnung von Arbeitszeit erhalten.
    Die genannten Beträge beinhalten etwaige Fahrt- und Verpflegungs-Kosten. Diese Regelung ersetzt die bisherige pauschale Entschädigung von 50 Euro am Tag und trägt der gestiegenen Verantwortung und dem höheren Zeitaufwand bei den Wahlen Rechnung. Die Entschädigungsregelungen für Gemeinderät/innen, stellvertretende Bürgermeister/innen sowie die Bestimmungen zu Reisekosten- und Pflegeaufwandsentschädigungen bleiben unverändert.
    Zusammenfassung: Die vorgeschlagenen Änderungen stellen eine maßvolle und sachlich begründete Anpassung der Umkircher Entschädigungsregelung dar. Sie tragen den gestiegenen Anforderungen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten, insbesondere bei Wahlen, Rechnung, ohne dadurch den Gemeindehaushalt nennenswert zu belasten.

    Der Gemeinderat beschloss die Änderung der Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten mit Wirkung zum 1. Januar 2026 einstimmig.


    Quelle: Amtliche Bekanntmachung der Gemeinde Umkirch, Amtsblatt vom 21. November 2025
    Titelfoto: Andreas Schwarzkopf, CC BY-SA 3.0

  • Senioren-Sommer-Programm

    Kennen Sie jemanden in Ihrer Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis, der vielleicht gerne unter Leute kommen und etwas unternehmen möchte, aber sich alleine nicht anmelden würde?
    Sprechen Sie die Person an und nehmen Sie gemeinsam teil!

    Am 11. und 17. September 2024 warten noch zwei spannende Programmpunkte auf Sie. Programmhefte mit weiteren Informationen zu den Programmpunkten bekommen Sie im Rathaus.

    Wann?Was?Wo?
    donnerstags16:30 UhrBewegungstreff im Freien (DRK)Gutshofplatz
    donnerstags17:00 UhrFahrradfahren (DRK)Treffpunkt: Gutshofplatz
    Mittwoch, 11. September 202416:00 UhrWaldspaziergang mit FörsterTreffpunkt: Bauhof
    Dienstag, 17. September 202418:30 UhrVortrag: Betrug am Telefon (Polizei)Bürgersaal, Hauptstr. 3

    Anmeldung

  • Quartiersanalyse #2

    Chancen, Potenziale, Miteinander:

    Wie lässt sich ein Lebensmehrwert in der Breite und im Fürstenberg-Areal entwickeln?

  • Quartiere in Umkirch ermittelt

    Teilnehmende bewerten Handlungsbedarf in Quartieren (Foto: Hans-Ulrich Händel)
    Teilnehmende analysieren Umkircher Quartiere (Foto: Hans-Ulrich Händel)
    SWOT-Analyse des Fürstenberg-Areals

  • Verschoben! – Auftakt der Quartiersimpulse zur Erstellung einer „Engagement- und Beteiligungsstrategie“ für Umkirch

    Krankheitsbedingt müssen wir die Veranstaltung auf Montag, den 13.11. verschieben.

    Montag, 6. November 2023
    18 Uhr
    Bürgersaal Umkirch

    Montag, 13. November 2023
    18 Uhr
    Gemeindesaal der kath. Kirche

    Wie können anstehende gesellschaftliche Herausforderungen gut bewältigt werden? In der Entwicklung einer Engagement- und Beteiligungsstrategie wollen wir Sie herzlich einladen diesen Prozess in den kommenden zwei Jahren in und für Umkirch zu gestalten. Mit dem eingereichten Konzept durch die Gemeinde Umkirch in Kooperation mit der Initiative „Wir in Umkirch“ der Vereinsgemeinschaft Umkirch erhielt Umkirch eine Förderzusage aus der Landesförderung „Quartiersimpulse“. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich über das Mitmachprogramm „Engagement- und Beteiligungsstrategie“ zu informieren und zu beteiligen. Wie soll das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement der Zukunft aussehen und was nutzt uns dieses? Wie können wir Bürgerinnen und Bürger erreichen mitzuwirken? Ist es ein Straßenfest im Quartier oder ist es das Gespräch über den Gartenzaun?
    In einem ersten Schritt informiert die kommunale Initiative „Wir in Umkirch“ über die vorgesehenen Schritte und möchte mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Stimmungsbild für die kommenden Schritte erheben.

    Kontakt und Rückfragen: engagement@wir-in-umkirch.de

    Anmeldung

  • Elternhaltestellen am Schlossfriedhof-Parkplatz eingeweiht

    Elternhaltestellen am Schlossfriedhof-Parkplatz eingeweiht

    Aufgrund der derzeitigen Baustelle vor dem Mühlbach-Kindergarten und dem Wegfall der dortigen Parkplätze initiierte der Arbeitskreis Mobilität die Einrichtung dreier Elternhaltestellen am Schlossfriedhof-Parkplatz. Elternhaltestellen wurden vom ADAC konzipiert, um Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen. So stellt der ADAC Südbaden e. V. die Schilder dankenwerterweise auch kostenlos zur Verfügung.
    Doch wie funktionieren die Elternhaltestellen? Ursprünglich sind sie für den Weg zur Schule gedacht. Hier können die Eltern, ähnlich wie der Bus an der Bushaltestelle, die Kinder an den Elternhaltestellen aus dem Auto aussteigen lassen, die dann die letzten 100-200 Meter zur Schule alleine zu Fuß zurücklegen. So wird der Verkehr durch Elterntaxis in der unmittelbaren Umgebung der Schule reduziert. Vorteil für die Eltern ist auch, dass sie sich nicht mehr in das enge Parkplatzgetümmel direkt vor der Schule begeben müssen.
    Bei den Elternhaltestellen für den Mühlbach-Kindergarten dürfen die Eltern das Auto parken und dann gemeinsam mit dem Kindergartenkind zu Fuß durch den Park zum Kindergarten gehen. Etwaige Geschwisterkinder, die zur Grundschule müssen, können von dort aus dann den Weg zur Schule zu Fuß zurücklegen.
    Elternhaltestellen gelten für die Bring- und Holzeiten der Kinder, also morgens zwischen 7:30 Uhr und 9 Uhr, sowie mittags zwischen 12:00 Uhr und 13:30 Uhr.

    Derzeit parken noch viele Elterntaxis vor der Schlossmühle, was die Verkehrssituation für die Kinder zu Fuß oder auf dem Fahrrad gefährlich macht. „Wir freuen uns, wenn sich die Elternhaltestellen am Schlossfriedhof-Parkplatz bald herumsprechen und von den Eltern angenommen werden,“ so Imke Senst vom AK Mobilität. Auch Bürgermeisterstellvertreterin Christa Strecker-Schneider freut sich über die Initiative des AK Mobilität: „Das Konzept der Elternhaltestellen ist ein wichtiger und kostengünstiger Baustein zur Verbesserung der sicheren und eigenständigen Mobilität der Kinder – und das muss unser Ziel als Gemeinde sein.“

    Bei Fragen zu dem Konzept der Elternhaltestellen steht der AK Mobilität gern zur Verfügung: mobilitaet@wir-in-umkirch.de

    Einweihung des Elternhaltestellenschildes mit Vertreter*innen des ADAC, der Gemeinde Umkirch, der Umkircher Kindertagestätte und des AK Mobilität
  • Einladung zur Bürgerwerkstatt am 8. Februar

    Mit Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger erarbeitet die Gemeinde Umkirch ein Gemeindeentwicklungskonzept als Leitlinie für das Handeln in Politik und Verwaltung.
    Nach der Bürgerumfrage und der Kinder- und Jugendbeteiligung möchten wir nun mit Ihnen die Handlungsschwerpunkte für Umkirchs Zukunft diskutieren.

    Deshalb laden wir Sie herzlich ein zur:

    Bürgerwerkstatt zum Gemeindeentwicklungskonzept am Mittwoch, 8. Februar 2023
    von 18:00 – 21:30 Uhr im Bürgersaal

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, erleichtert uns aber die Planung:
    https://kommune-gestalten.de/umkirch/buergerwerkstatt/

    Was Sie erwartet:

    • Präsentation zu den Grundlagen des Entwicklungskonzepts und den bisherigen Beteiligungsergebnissen der:
      • Kinderbeteiligung
      • Beitrag der Jugendlichen
      • Bürgerumfrage
    • Spannende Diskussionen zu Themen, die Sie bewegen, sowie zu den Schwerpunktthemen:
      • Aufenthaltsqualität und Begegnungsstätten – attraktive Ortsgestaltung, Treffpunkte und Gemeinschaft
      • Mobilität – Straßenraum, Parken und Verkehrsbelastung, alternative Mobilität
      • Soziale Infrastruktur – Vereine, Sportstätten, Angebote für Kinder und Jugendliche
      • Naturschutz, Nachhaltigkeit und Energie

    In der geplanten Zukunftswerkstatt möchten wir gemeinsam mit Ihnen unsere Ziele für die Zukunft schärfen und uns Gedanken zur Umsetzung machen.
    Wir freuen uns auf einen anregenden, informativen und abwechslungsreichen Abend mit Ihnen und auf Ihre Ideen.

    Mit herzlichen Grüßen
    Walter Laub, Bürgermeister